Wärmepumpe im Altbau: Kosten 2025 & Was Sie Wissen Müssen
- Leon Gräfe

- 12. Okt. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Wärmepumpe im Altbau 2025: Kosten, Förderung & Einbau
Wärmepumpen nutzen kostenlose Umweltwärme (Luft, Erdreich, Grundwasser) und wandeln sie effizient in Heizwärme um. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Technik funktioniert, welche Kosten beim Einbau einer Wärmepumpe im Altbau realistisch sind, wie hoch Stromverbrauch und Betriebskosten ausfallen, welche Förderung 2025 greift – und ob sich die Investition amortisiert. Wenn du eine individuelle Einschätzung möchtest, starte hier: Wärmepumpe-Angebot.

Was ist eine Wärmepumpe – kurz erklärt
Eine Wärmepumpe ist eine elektrisch betriebene Heizung, die Wärmeenergie aus einer Umwelt-Wärmequelle (Umgebungsluft, Erdreich oder Grundwasser) auf ein nutzbares Temperaturniveau bringt. Im Kältekreislauf verdampft ein Kältemittel bei niedriger Temperatur, wird im Verdichter komprimiert und gibt anschließend im Verflüssiger Wärme an das Heizsystem (z. B. Fußbodenheizung oder Radiatoren) ab. So lässt sich mit relativ wenig Strom viel Heizwärme erzeugen – das macht die Technik besonders effizient.
Für Altbauten ist entscheidend, welche Vorlauftemperatur benötigt wird. Je niedriger sie ist (idealerweise 30–45 °C), desto besser arbeitet die Anlage. Mit hydraulischem Abgleich, größeren Heizflächen oder moderater Absenkung lassen sich auch Bestandsgebäude gut an die Wärmepumpe anpassen.
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es – und welche ist im Altbau geeignet?
Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft als Quelle. Vorteile: vergleichsweise geringe Anschaffungs- und Installationskosten, kurze Montagezeiten, kaum Genehmigungen. Nachteil: Bei strengem Frost sinkt die Quellentemperatur, was die Effizienz etwas reduziert. In der Praxis funktionieren moderne Geräte auch im Winter zuverlässig.
Sole-Wasser-/Erdwärmepumpen entziehen dem Erdreich (über Erdsonden oder Flachkollektoren) kontinuierlich Wärme. Sie punkten mit stabil hohem Wirkungsgrad, verursachen aber Kosten für die Erschließung (Bohrungen, Erdarbeiten) und benötigen Genehmigungen/Flächen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser als Quelle. Sie sind sehr effizient, setzen aber geeignete hydrogeologische Bedingungen sowie Brunnenbau voraus.
Welche Art der Wärmepumpe sinnvoll ist, hängt von Platz, Baugrund, Budget und Leistungsbedarf ab. Für viele Altbauten ist die Luft-Wasser-Variante der pragmatische Startpunkt – eine genauere Auslegung erhältst du über unser Wärmepumpe-Angebot.
Wie effizient arbeitet eine Wärmepumpe? (COP, JAZ, Wirkungsgrad)
Die Effizienz drückt man kurzfristig über den Coefficient of Performance (COP) und über das Jahr gemittelt mit der Jahresarbeitszahl (JAZ) aus. Ein COP/JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen etwa 4 kWh Wärmeenergie. Moderne Anlagen erreichen unter realen Bedingungen JAZ-Werte um 3–5; in gut sanierten Häusern oft mehr.
Wichtig für die Effizienz der Wärmepumpe sind niedrige Vorlauftemperaturen, korrekt dimensionierte Heizflächen und eine passgenaue Installation. Kombinierst du die Anlage mit Eigenstrom vom Dach, sinkt der effektive Strompreis weiter – prüfe, ob sich das bei dir rechnet: Solaranlage-Angebot.
Was kostet die Anschaffung einer Wärmepumpe 2025?
Die Anschaffungskosten für eine neue Wärmepumpe variieren je nach Gerät und Leistungsgröße:
Luft-Wasser-Wärmepumpe (Einfamilienhaus): grob 10.000–15.000 €
Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe: grob 18.000–30.000 € (wegen Erschließung)
Diese Preise für Wärmepumpen beziehen sich auf das Gerät. Für die Gesamtkalkulation gehören weitere Positionen dazu (siehe nächstes Kapitel). Dass die Wärmepumpe zunächst teurer wirken kann, liegt an den zusätzlichen Systemkomponenten (Hydraulik, Speicher, Regelung) und ggf. anpassungsbedingten Arbeiten im Altbau. Mit Förderung relativieren sich die hohen Kosten deutlich.
Welche Kosten entstehen beim Einbau und bei der Installation?
Zur Installation einer Wärmepumpe zählen Aufstellung (Innen-/Außeneinheit), Verrohrung, Elektrik, Kondensatführung, ggf. Pufferspeicher, Wärmemengenzähler und der hydraulische Abgleich. Typische Kosten für die Montage bewegen sich – je nach Umfang – im niedrigen fünfstelligen Bereich. Bei Erdsonden kommen Kosten für die Erschließung (Bohrungen, Genehmigungen) hinzu.
Im Altbau solltest du zusätzlich prüfen, ob Heizkörper vergrößert oder Flächenheizungen optimiert werden können, damit die Anlage effizient mit geringer Vorlauftemperatur arbeitet. Bei begleitenden Umbauten im Bad (z. B. Leitungsführung, Barrierefreiheit) unterstützen dich geprüfte Partner: Badumbau-Angebot.
Wie hoch sind Stromverbrauch und Betriebskosten im Altbau?
Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Heizwärmebedarf: Bei JAZ = 4 benötigt die Anlage etwa 5.000 kWh Strom. Multipliziert mit deinem Strompreis (z. B. 0,30 €/kWh) ergeben sich rund 1.500 € Betriebskosten pro Jahr. Zum Vergleich: Bei einer Gasheizung mit 90 % Kesselwirkungsgrad und 20.000 kWh Wärmebedarf lägen die reinen Brennstoffkosten – je nach Tarif – häufig höher.
Der tatsächliche Stromverbrauch der Wärmepumpe hängt von Gebäudezustand, Regelung, Nutzerverhalten, Wärmequelle und Klima ab. Mit PV-Eigenstrom sinken die Stromkosten der Wärmepumpe weiter. Prüfe die Kombi aus Heizen und Solarstrom: Solaranlage-Angebot.
Welche staatliche Förderung gibt es 2025?
Unter der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG, über die KfW) gibt es Zuschüsse/Kredite für den Heizungstausch. Je nach Konstellation können Grund-, Effizienz- und ggf. weitere Boni zu Zuschussquoten führen, die einen großen Teil der Investition tragen – in speziellen Fällen sind bis zu 70 Prozent der Kosten möglich (abhängig von Voraussetzungen, Höchstbeträgen und aktuell geltenden Richtlinien). Das senkt den Eigenanteil massiv und verbessert die Wirtschaftlichkeit.
Wichtig: Förderrichtlinien ändern sich. Sichere dir eine aktuelle Einschätzung zu Förderung für Wärmepumpen, Fördersummen und Kombinationsmöglichkeiten – inklusive Unterlagencheck: Wärmepumpe-Angebot.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau – amortisieren sich die Kosten?
Ob und wann sich die Anlage rechnet, hängt von Investitionshöhe, Förderung, JAZ und Energiepreisen ab. Faustregel: Je besser die Hülle, je niedriger die Vorlauftemperatur und je höher der Eigenstromanteil, desto schneller amortisiert sich das System. Viele Projekte erreichen – je nach Fall – eine Amortisation innerhalb eines mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Jahresbereichs.
Berücksichtige neben den reinen Kosten einer Wärmepumpe auch die Vorteile: stabile Betriebskosten, Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Wertsteigerung der Immobilie. Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung erhältst du über unser Wärmepumpe-Angebot.
Wärmepumpe im Vergleich: Gasheizung und Ölheizung
Im Vergleich zu Gasheizung und Ölheizung punktet die Wärmepumpe durch den hohen Wirkungsgrad (typisch JAZ 3–5) und den Betrieb ohne Verbrennung. Das reduziert lokale Emissionen, Feinstaub und Abhängigkeiten von Import-Brennstoffen. Gerade bei steigenden CO₂-Abgaben kann das Heizen mit Wärmepumpe langfristig günstiger sein.
Bei sehr hohen Vorlauftemperaturen in unsanierten Altbauten kann eine schrittweise Vorgehensweise sinnvoll sein (Heizflächen optimieren, Hülle verbessern, dann Wärmepumpe austauschen). Für den Übergang eignen sich Hybrid- oder bivalente Konzepte. Ob die Wärmepumpe geeignet ist, zeigt die Heizlastberechnung im Rahmen der Planung.
Planung, Genehmigung und schrittweiser Einbau im Altbau
Vorprüfung & Auslegung: Heizlast berechnen, Vorlauftemperaturen prüfen, Heizungshydraulik sichten.
Angebote & Förderung: Variantenvergleich (Luft, Sole, Wasser), Antragstellung vor Auftragsvergabe klären.
Installation/Einbau einer Wärmepumpe: Aufstellung, Hydraulik, Elektrik, Einbindung Speicher, Inbetriebnahme, Feinjustierung.
Optimierung im Betrieb der Wärmepumpe: Heizkurve, Zeitprogramme, Monitoring – so arbeitet die Anlage effizient.
Wenn du Unterstützung für die nächsten Schritte brauchst, vermittelst du dir mit einem Klick geprüfte Fachbetriebe: Wärmepumpe-Angebot.
Wartungskosten und Lebensdauer
Die Wartungskosten einer Wärmepumpe sind im Vergleich zu Öl/Gas gering: jährliche Sicht-/Funktionsprüfung, ggf. Filter-/Anodenwechsel und Anlagencheck. Typische Spannen liegen – abhängig vom Vertrag – im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr. Die Lebensdauer moderner Geräte beträgt häufig 15–20+ Jahre; maßgeblich sind Auslegung, Installation und Betrieb.
Durch regelmäßiges Monitoring (Wärmemengenzähler, Stromzähler) erkennst du früh, ob die Wärmepumpe effizient arbeitet. Kleinere Optimierungen an Heizkurve und Volumenströmen senken dauerhaft die laufenden Kosten.
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Mehr Eigenstrom und niedrigere Stromkosten: Solaranlage-Angebot
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Kurzfazit – die wichtigsten Punkte
Wärmepumpen wandeln Umweltwärme effizient in Heizwärme (JAZ ~3
–5).
Im Altbau sind niedrige Vorlauftemperatur, passende Heizflächen und Hydraulik der Schlüssel.
Gesamtkosten setzen sich aus Gerät, Installation und ggf. Erschließung zusammen.
Förderung 2025 (BEG/KfW) kann den Eigenanteil stark senken – je nach Voraussetzungen.
Mit PV-Eigenstrom sinken die Betriebskosten weiter; Strombezug in kWh wird günstiger.
In vielen Fällen amortisiert sich die Investition binnen weniger Jahre.
Planung zuerst, dann Umsetzung – geprüfte Fachbetriebe helfen: Wärmepumpe-Angebot.
Quellen (Auswahl)
Umweltbundesamt – Wärmepumpe (Grundlagen, Effizienz): https://www.umweltbundesamt.de/themen/waermepumpe
Bundesregierung/BMWK – Erneuerbares Heizen (65 %-Vorgabe, Förderung): https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/erneuerbares-heizen
KfW – Bundesförderung für effiziente Gebäude (Austausch alte Heizung, Zuschüsse/Kredite): https://www.kfw.de/
Verbraucherzentrale – Wärmepumpe im Altbau (Voraussetzungen/Tipps): https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/waermepumpe
Energie-Experten – COP/JAZ erklärt: https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe
Stiftung Warentest – Marktüberblick & Hinweise: https://www.test.de/waermepumpe-5963352-0/


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